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Aktuelles aus dem ATZ
Zum Tag der Logopädie

Wie unterstütze ich mein Kind bei Mutismus?
Spieltherapie, Familientherapie, Sprachtherapie, Verhaltenstherapie, Psychiatrie?
Wer blickt da noch durch?
Generell gilt: Die Therapieform richtet sich nach der abgeleiteten Primärätiologie (Erst- bzw. Hauptursache). Wird der Mutismus als Folge eines frühkindlichen Traumas interpretiert (leider noch häufig), so wird in der Regel eine analytische Spieltherapie empfohlen mit dem Ziel, diese verdeckte seelische Verletzung spieltherapeutisch aufzuspüren. Nimmt man dagegen einen latenten oder offen ausgetragenen Konflikt innerhalb der Familie an, so stellt die Familientherapie mit der Aufarbeitung der jeweiligen Beziehungsdynamik sowie der Aufdeckung von Ehekrisen und unbewussten Projektionsmechanismen zwischen den Generationen die geeignete Therapieform dar.
Die Sprachtherapie unterscheidet sich von den beiden erstgenannten Vorgehensweisen dadurch, dass sie nicht rückwärtsgewandt nach Traumata bzw. Konflikten in der Entwicklung der Schweiger sucht. Sprachtherapeutisches Handeln impliziert die aus der Familien- und Patientenanamnese ableitbare Annahme, dass es sich bei Mutismus um ein dispositionell bedingtes übersteigertes Angstempfinden handelt, das von Beginn der Entwicklung an den betroffenen Menschen in seiner sozialen und vor allem kommunikativen Entfaltung einschränkt.
Der Ist-Zustand des Betroffenen wird damit zum Ausgangspunkt einer in kleinen Schritten vorgenommenen Neukonfiguration von Sprechen und emotionaler Bewältigung von sozialen Situationen ( mit Einzelpersonen oder in der Gruppe). Dabei wird folgende Didaktik berücksichtigt: Der Betroffene macht zunächst Geräusche nach oder sagt dem Therapeuten den Anfangsbuchstaben eines Bildsymbols. Es folgen Silben, später Ein-Wort-Antworten, dann kurze bzw. längere Sätze, schließlich das Vorlesen und der Schritt vom zielorientierten zum freien Sprechen. In der Endphase der Behandlung wird die Praxis verlassen und die Bewältigung von realen Alltagssituationen geübt (In-vivo-Therapie).
Die Verhaltenstherapie geht beim Mutismus von einem erlernten Verhalten aus, das sich durch neue Verhaltensmuster auch wieder verlernen lässt. Durch ein ebenfalls kleinschrittiges oder konfrontatives Vorgehen erfolgt eine Angstdesensibilisierung, um gefürchtete Situationen besser bewältigen zu können (siehe auch Fading und Shaping bei der Sozialphobie). Die Psychiatrie nimmt hinsichtlich der Entstehung des Mutismus neurobiologische bzw. biochemische Faktoren an (s.o.).
Gezielte Therapie bei Parkinson: LSVT BIG®
Das ATZ erweitert sein Therapieangebot: Mit LSVT BIG® bieten wir ein neues, evidenzbasiertes Therapiekonzept in der Physio- und Ergotherapie an.
Die Methode wurde speziell für Menschen mit Parkinson entwickelt.
Studien zeigen messbare Verbesserungen in folgenden Bereichen:
- Schrittlänge und Reichweite
- Bewegungsgeschwindigkeit
- Gleichgewicht
- Beweglichkeit
- Geschicklichkeit
Digitalisierung von Patienteninformationen
Die VR Brille ist da! (Virtuelle Realität)
WRITIC – Schreibvorbereitung für Vorschulkinder
Früh erkennen. Gezielt fördern.
Ab sofort bieten wir das wissenschaftlich fundierte Diagnostik- und Förderverfahren WRITIC (Writing Readiness Inventory Tool In Context) an – direkt im Kindergarten Ihres Kindes. WRITIC unterstützt uns dabei, die Schreibbereitschaft von Vorschulkindern frühzeitig und ganzheitlich zu beurteilen, um gezielt fördern zu können – noch bevor schulische Herausforderungen beim Schreiben auftreten.
Ergotherapie – auch per Telemedizin möglich!
Die neue Blankoverordnung
Ab dem 01.04.2024 ist die Ergotherapie der erste Heilmittelbereich, in welchem eine flexiblere Behandlung von Patientinnen und Patienten durch eine Blankoverordnung ermöglicht wird. Diese gewährt Therapeutinnen und Therapeuten mehr Verantwortung bei der Gestaltung von Behandlungen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
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